Quartierssanierung in Rothenburgsort-Elbpark

26.10.2017

Seit dem 01.09.2017 entwickelt die FRANK ECOzwei GmbH ein integriertes Quartierskonzept für das Gebiet Hamburg Rothenburgsort-Elbpark.

Bis 2050 möchte Hamburg die CO2-Emissionen schrittweise um mindestens 80 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren. Bis 2030 sollen die CO2-Emissionen in Hamburg halbiert werden. Dafür wird die Stadt Maßnahmen in eigener Verantwortung verstärken. Die Einsparung von CO2 soll in Quartieren insbesondere durch Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und Reduktion des Energiebedarfs in Kooperation mit der Wohnungswirtschaft und der Wissenschaft entwickelt werden.

Eines der Quartiere ist Rothenburgsort-Elbpark, welches sich insgesamt durch eine heterogene Bebauung mit mehrgeschossigen Wohnblöcken mit vereinzelten Gewerbeeinheiten aus verschiedenen Baujahren, Reihenhäusern und einem im Osten gelegenen Gewerbegebiet auszeichnet.

Das Quartier fasst ca. 6.000 Wohnungen, rund 3.000 davon gehören zu den Auftraggebern dieses Konzeptes (FRANK Siedlungsbaugesellschaft mbH & Co. KG, HANSA Baugenossenschaft eG, SAGA GWG). Die Peter Möhrle GmbH & Co. KG u.a. beabsichtigen ca. 1.200 Wohneinheiten neu zu erstellen.

Das Quartierskonzept soll nach dem Willen der Behörde für Umwelt und Energie der Freien und Hansestadt Hamburg und den Auftraggebern aufzeigen, welche technischen und wirtschaftlichen Energieeinsparpotenziale im Quartier bestehen und welche konkreten Maßnahmen ergriffen werden können, um kurz-, mittel- und langfristig eine Klimaneutralität zu erreichen. Es soll den Entscheidungsträgern, insbesondere den Wohnungsunternehmen, als Instrument für anstehende und zukünftige Planungen von energetischen Maßnahmen dienen und eine mögliche Entwicklung des Quartiers bis 2050 aufzeigen.

Es soll untersucht und bewertet werden, wie die Wärmeversorgung der Gebäude im Quartier optimiert werden kann. Dabei sollen Versorgungsanlagen als ergänzende Systeme betrachtet werden, um den Anteil der erneuerbaren Energien zu erhöhen. Zu Beginn der Bearbeitung sollen alle grundsätzlich möglichen Wärmeversorgungen im Quartier dargestellt werden, um am Ende noch drei realistisch umsetzbare Varianten zu definieren.

Die bei der Erstellung des Quartierskonzeptes erarbeiteten Inhalte und Ergebnisse sollen dokumentiert und in einem druckfähigen Abschlussbericht gemäß den Anforderungen des KfW-Programms 432 zusammengefasst werden.